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Resistenz bei Bettwanzen

In den USA und Australien sind Bettwanzen häufig gegen die klassischen Insektizide resistent. Die genaue Resistenzsituation in Deutschland ist mangels großer Datenmengen unklar. Es gibt eine Untersuchung des Umweltbundesamtes die wilde Bettwanzenstämme überwiegend im Raum Berlin untersucht hat. Diese waren nur in geringem Maße tolerant gegen die in Deutschland klassisch eingesetzten Biozide bei der Bekämpfung. So gesehen ist die Situation also in unserem Land nicht so dramatisch wie vergleichsweise in Australien oder den USA.

Dennoch, auch bei uns gefundene Bettwanzen zeigen zumindest Anzeichen von Resistenzen. Deshalb ist bei einer Bekämpfung immer eine mehr oder weniger starke Resistenz gegen Pyrethroide und Carbamate in Betracht zu ziehen. Bedingt durch verbesserte Formulierungen und die Kombination mit Synergisten sind einige pyrethroid- und carbamatbasierte Produkte immer noch wirksam gegen resistente Stämme.

Allerdings ist es zunehmend notwendig, bei der Bettwanzenbekämpfung die Insekten direkt mit dem Biozid in Kontakt zu bringen, als sich darauf zu verlassen, dass die Tiere später über die Wirkbeläge laufen. Auch sind zunehmend mehr Behandlungen notwendig als früher. Um eine noch stärkere Resistenzbildung zu vermeiden, ist es wichtig, Insektizide sinnvoll einzusetzen und von zu häufigem Gebrauch abzusehen. Bei der Anwendung der Insektizide ist es wichtig, dass keine subletalen Dosierungen ausgebracht werden, was nur zu einer Selektion toleranter Tiere innerhalb einer Population führt.

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