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Gesundheitsgefahr

Krankheiten und Sekundärinfektionen

Vielfach wurde untersucht, inwieweit Bettwanzen Krankheiten übertragen können. Während man in Bettwanzen eine Bandbreite von humanpathogenen Erregern gefunden hat, gibt es bisher keinen Nachweis, dass diese dann bei einer Blutmahlzeit durch Bettwanzen auf einen Menschen übertragen werden. Dies sollte jedoch nicht dazu führen, dass Bettwanzen unter medizinischen Aspekten vernachlässigt werden. Reaktionen auf Bettwanzenbisse sind extrem unterschiedlich und können in (seltenen) Einzelfällen ernste Folgen haben. Flecken und Veränderungen der Haut können bei einigen Menschen für Wochen vorhanden sein und in seltenen Fällen resultieren daraus Narben. Nesselsucht und anaphylaktische Reaktionen wurden in Einzelfällen ebenfalls beobachtet. Es sei aber noch mal betont, dass viele Menschen keine oder nur leichte Hautveränderungen zeigen.

Anämie (umgangsspr. Blutarmut) wurde dann beobachtet, wenn Menschen eine große Anzahl an Stichen über einen längeren Zeitraum erhalten haben. Diese Beobachtungen sind allerdings auch selten und wurden nur bei sehr schwerem Befall mit Bettwanzen beobachtet. Etwa bei älteren Menschen in Heimen, die wenig ihrer Räume verlassen haben und nicht mehr so gut sehen konnten. Da die Stiche selber nicht schmerzhaft sind, wurden die Menschen kontinuierlich von einer großen Anzahl von Bettwanzen gebissen.

Psychologische und soziologische Auswirkungen

Der psychologische Aspekt bei einem Bettwanzenbefall kann gravierend mit ernsten Folgen sein. Schlafstörungen werden von Bewohnern befallener Zimmer und Wohnungen gemeldet. Durch einen Bettwanzenbefall können Angstzustände ausgelöst werden. Teilweise benötigen Menschen mit diesen Symptomen professionelle medizinische Hilfe.

Hier ist Aufklärung eine wichtige Unterstützung für das persönliche Wohlbefinden und psychische Stabilität. Es muss jedem Betroffenen klar sein, dass ein Bettwanzenbefall jeden treffen kann. Dies hat nichts mit Sauberkeit zu tun. Lediglich ein volles Zimmer (normal bewohnt) mit vielen Gegenständen erleichtert es den Bettwanzen, sich zu verstecken. Die Gegenwart des Schädlings ist durchaus unangenehm, sollte aber etwa mit blutsaugenden Mücken auf eine Stufe gestellt werden. Kein Grund also in Panik zu verfallen oder sich "unsauber" zu fühlen.

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