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Biologie der Bettwanze

Allgemeines

Bettwanzen sind Insekten, haben also sechs Beine. Die Flügel sind zurückgebildet, somit können Bettwanzen auch nicht fliegen. Alle Bettwanzen haben stechende Mundwerzeuge, die einem Rüssel bilden, der unter den Bauch eingeklappt ist. Während die meisten Wanzen Pflanzensaft saugen (etwa die Birkenwanze), haben sich andere Arten darauf spezialisiert, kleine Insekten zu erbeuten und auszusaugen, und andere saugen Blut von Wirbeltieren.

Die Bettwanzen gehören zur Familie der Plattwanzen (Cimicidae), deren Mitglieder ausschließlich Blutsauger sind. Ähnlich aussehende Arten sind etwa die Fledermauswanze, die Taubenwanze oder die Schwalbenwanze. Alle diese Wanzenarten sind auf bestimmte Wirte spezialisiert. So wie die Bettwanzen nur selten unsere Haustiere befallen und sich lieber an den Menschen hält, so verlassen die anderen Plattwanzen nur selten ihre Wirte, um in Einzelfällen Blut beim Menschen zu saugen. 

Entwicklungszyklus

Alle Stadien saugen Blut. Die Blutmahlzeit ist für Bettwanzen notwendig, um sich innerhalb des Lebenszyklus von einem Entwicklungsstadium zum nächsten weiterzuentwickeln und um sich fortzupflanzen. Wenn die Bettwanzen aus dem Ei schlüpfen, sehen sie bereits wie kleine Erwachsene aus. Vor der ersten Nahrungsaufnahme sind die Larven weißlich, fast cremefarben. Wenn die Tiere älter werden, verändert sich die Farbe nach orange bist dunkel rostrot. Über fünf Larvenstadien häuten sich die Bettwanzen zu geschlechtsreifen Tieren.

Die Entwicklungszeit ist stark beeinflusst durch die Temperatur. Die kritische Temperaturgrenze für Bettwanzen ist +13°C. Darunter hören die Weibchen auf, Eier zu legen, und aus bereits abgelegten Eiern schlüpfen keine Larven mehr. Oberhalb von +36°C werden die symbiotischen Bakterien, die bei der Synthese der Blutmahlzeit helfen, geschädigt. Dies führt bei den Bettwanzen zu einer verringerten Fruchtbarkeit und schlechterer Überlebensrate. Jedoch können die Insekten negative Kältegrade durchaus einige Tage überleben.

Die Weibchen der Wanzen müssen sich spätestens alle 5 - 6 Wochen paaren, um die maximale Zahl an Eiern zu legen. Die natürliche Begattungsrate in einer Population ist jedoch deutlich höher. Die Anzahl der Eier, die ein Weibchen legt, ist wesentlich beeinflusst von der Umgebungstemperatur. Darüber hinaus unterliegt sie noch einer individuellen Variation. Nicht alle Weibchen sind gleich fruchtbar. In ausreichend warmen Räumen legen Bettwanzen schubweise jeweils 10 - 20 Eier z.B. in Ritzen, unter Matrazen oder Nähten von Kissen und Textilien ab. Insgesamt können es so bis zu 500 Eier im Leben eines Weibchens werden. Der Durchschnitt liegt bei etwa 200 - 300 Eier. Die Literatur gibt hierzu recht unterschiedliche Werte an, was an verschiedenen Raumtemperaturen bei Laborbeobachtungen gelegen haben mag.

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